Was ist Krankheit?

Die uns bekannte Heilkunde begründet ihre Aktion auf die Beschwerdeaussagen der Patienten und den sich zeigenden Symptomen, die man dann versucht zu unterdrücken. Eine solche Herangehensweise, die ausschließlich symptomorientiert ist, reicht nicht aus, um eine wirkliche Lösung zu finden, da sie der Beseitigung des Auslösers nicht genügend oder gar keine Beachtung schenkt. Sie richtet ihre Aufmerksamkeit auf die Beseitigung der Symptome.

 

Somit bleiben die Ursachen bestehen und sind bestrebt immer neue Symptome auszulösen, an der gleichen oder einer anderen Stelle des Körpers. Dies bewirkt bei den Patienten eine gefährliche Illusion: Mann kann sich wohl fühlen ohne etwas an seinem Verhalten zu verändern, das oft die wirkliche Ursache des körperlichen Unbehagens ist. Zudem ist es bequem, die eigene Gesundheit beim Arzt oder im Krankenhaus abzugeben; es scheint von der Verantwortung für sich selbst zu befreien.

 

Krankheit ist nichts anderes als eine Störung der Energiebahnen, die unsere Körperzellen beeinflussen und somit unser ganzes Sein. Wenn die Schwingung in einem Organ abnimmt, verändert sich dieses Organ und es öffnet sich den Mikroorganismen. Nur wenn die richtige Schwingung wiederhergestellt wird, finden Bakterien und sogar Viren kein günstiges Klima mehr und sie zerfallen. Es müsste uns bewusst werden, dass eine ausschließlich symptomorientierte Behandlung von Krankheit nicht zu einer definitiven Heilung führt.

 

An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich betonen, dass Heilarbeit – die Beschäftigung mit dem Auslöser der Krankheit auf der feinstofflichen (subtilen) Ebene - nicht den Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker ersetzt. Im Gegenteil, wünschenswert wäre die Zusammenarbeit beider, so könnte dem Patienten ganzheitlich geholfen werden.

 

Wir Menschen (wie auch Tiere und Pflanzen) sind eigentlich mit der Fähigkeit geboren, uns selbst zu heilen. Durch die Fähigkeit zu denken sind wir in der Lage in der Krankheit selbst die Ursache der Krankheit zu entdecken. Dies kann die Wissenschaft und die heutige Schulmedizin nicht leisten, da die Hinweise nicht in der Materie abgelegt sind. Dies gelingt aber spirituellen und „denkenden“ Menschen, die der Ursache näher kommen, indem sie in eine andere, subtilere und unsichtbare Dimension vordringen, die Dimension der Seele. Edward Bach hatte dies bereits erkannt und drückte es wie folgt aus:

 

„Krankheit ist im Wesentlichen das Ergebnis eines Konfliktes zwischen der Seele (Gemüt) und dem Geist (die Psyche) und kann ohne spirituelle und mentale Kraftanstrengung niemals ausgemerzt werden. Eine Kraftanstrengung, die ausschließlich auf den Körper ausgerichtet ist, kann den Schaden, den die Krankheit angerichtet hat, nur oberflächlich beheben. Aber das ist keine Heilung, da die Ursache noch immer aktiv ist und jeden Moment in einer anderen Form erscheinen kann. Eigentlich ist eine Scheinheilung in vielen Fällen schädlich, da die wirkliche Ursache der Krankheit vor der Krankheit geheim gehalten wird; diese Ursache kann stärker werden, wenn ihr keine Aufmerksamkeit geschenkt wird.“

 

Um unsere Krankheit wirklich verstehen zu können, müssen wir uns zunächst bewusst werden, dass die Wirklichkeit mehr ist als dasjenige, was wir mit unseren physischen Augen sehen oder oberflächlich als Schmerz wahrnehmen. Es  gibt einen Bereich, der in dieser Wirklichkeit immer anwesend ist, aber gewöhnlich unsichtbar bleibt. Die Stofflichkeit, in der wir uns normalerweise bewegen, lässt die Hinweise unserer Seele nicht zu unserem Bewusstsein vordringen. Davon ausgehend, dass der Mensch mehr ist als der sichtbare physische Körper, können wir begreifen, dass Krankheit in einem anderen Körper entsteht, nämlich in dem feinstofflichen Körper, der Ebene der Seele. Insofern verstehen wir, dass es für uns schädlich ist, die Symptome der Krankheit zu unterdrücken, denn sie sind Kommunikationsmittel, die uns Auskunft über die Ursache der Krankheit geben.

 

Der Mensch als Teil eines universellen Plans inkarniert mit einer ganz bestimmten Aufgabe. Wir kommen auf die Erde, um eine karmische Lehre zu machen. Edward Bach formulierte es wie folgt:

 

Eine Krankheit, scheinbar etwas Grausames, ist im Grunde wohl-tuend. Wenn wir sie richtig interpretieren, zeigt sie uns unseren wichtigsten Fehler … Das Leiden ist eine korrigierende Maßnahme, die die Aufmerksamkeit auf eine Lektion lenkt, die wir sonst nicht hätten lernen können. Dem Leiden kann erst ein Ende gesetzt werden, wenn wir die Lektion begreifen. Krankheit hat also keinen materiellen Ursprung. Je mehr wir uns den Symptomen widersetzen, ohne unser Verhalten zu verändern, desto mehr Ursachen von Krankheit schaffen wir.“

 

Indem wir verstehen, wo unsere Krankheiten entstehen und dass sie durch unser Verhalten ausgelöst werden, erkennen wir auch die Notwendigkeit, die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst zu tragen. Wir erkennen, dass wir nur heil werden können, wenn wir Veränderungen in unserer Haltung dem Leben, uns selbst und anderen gegenüber vornehmen.